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Orthodoxe Bestattungen

 

Russisch Orthodoxe Bestattungen

 

Die Bestattung nach dem russisch – orthodoxen Glauben unterscheidet sich in vielen Punkten zu einer Weltlichen oder anderen Christlichen Glaubensrichtungen wie z.B. der evangelischen oder aber auch der römisch-katholischen. Unser Bestattungsinstitut ist auf Christliche Bestattungsrituale spezialisiert, unter anderem auf den russisch – orthodoxen Bestattungsritus. Da wir sowohl deutsch als auch russisch sprechen, können Sie sich zu jeder Zeit mit den Fragen rund um die orthodoxe Bestattung an uns wenden. Wir beraten Sie und besprechen alle zu unternehmenden Schritte (wenn der Sterbefall schon eingetreten oder kurz davor ist) ausführlich mit Ihnen.

Unser Unternehmen hat die notwenigen rituellen Produkte und viel Erfahrung, um die Bestattung im orthodoxen Ritus vom Anfang bis zum Schluss durchzuführen. Dabei übernehmen wir alle anfallenden Aufgaben von der Abholung bis zu der Beisetzung inkl. den Formalitäten.

 

Falls Sie nicht wissen an welchen Pfarrer man sich vertrauensvoll wenden kann, können Sie sich mit ruhigem Gewissen an Pfarrer Sergij anvertrauen. Er ist der Leiter der Heiligen Konstantin und Helena Kirche in Berlin Tegel, wo sich auch gleichzeitig der einzige russisch-Orthodoxe Friedhof in Berlin befindet. Den Kontakt finden Sie auf dieser Seite weiter unten.

 

Der Glaube

 

Der Tod ist nach dem orthodoxen Glauben ein Übergang ins neue Leben. Dort gibt es keine Trauer, Schmerzen und kein Leid, sondern ist erfüllt mit Liebe. Daher ist die Bestattungsfarbe Weiß bzw. sollten nach Möglichkeit bei der Auswahl der Kleidung und des Sarges helle Farben gewählt werden, die Blumen sollten am besten weiß sein. Bestattet wird am dritten Tag nach dem Tod, wobei der Sterbetag als Tag 1 gezählt wird. In Deutschland sind Bestattungen innerhalb dieser Frist nur unter bestimmten Umständen umsetzbar. Dabei tun wir alles, um diese Frist einzuhalten oder die Bestattung nahliegend dieser Zeit durchzuführen. Es ist jedoch nicht das einzige, um den Verstorbenen nach dem orthodoxen Glauben und Ritus zu bestatten. Nachfolgend erklären wir Ihnen was unternommen werden sollte, um den Menschen so zu bestatten, wie es das Ritual vorsieht.

 

Ablauf

 

Der Kanon einer russisch ­- orthodoxen Bestattung enthält folgenden Ablauf

  • Wenn Sie sehen das der Tod nicht mehr lange auf sich warten lässt oder der Arzt Ihnen das mitteilt, sollten schon die ersten Schritte der Sterbebegleitung unternommen werden.
  • Um den verstorbenen zu erlösen, sollte ein Pfarrer aufgesucht werden, welcher die Beichte abnimmt und Eucharistie (Empfang der heiligen Gaben) durchführt. Sollte der Mensch sehr krank sein und nicht mehr alles um ihn herum war nehmen, kann eine Krankensalbung durchgeführt werden.
  • Wenn der Tod eintritt, sollte der Kanon zu der Trennung der Seele vom Körper gelesen werden. Dieser Besteht aus mehreren Teilen und kann falls kein Pfarrer anwesend ist, auch von einem Familienangehörigen vorgelesen werden.
  • Falls der Mensch lange Qualen erleidet und nicht sterben kann, wird der Kanon Chin vorgelesen, um den Sterbenden den Übergang zu erleichtern. Dieses können auch die Familienangehörige durchführen falls kein Pfarrer vor Ort ist.
  • die Familienangehörige sollten bei der Kirche Totengebet erbitten, idealerweise sollte dieser jeden Tag für 40 Tage gelesen werden.
  • Vom Todestag an bis zum Tag der Beisetzung sollte man alle Psalmen aus dem Psalmenbuch (Psaltir) vorlesen. Da der verstorbene nicht zuhause aufgebahrt wird, kann die Vorlesung zu Hause vor den Ikonen gemacht werden, für eine bessere Konzentration können Sie dabei eine Kerze anzünden. Da die Lesung durch die hohe Anzahl an Psalmen viel Zeit in Anspruch nimmt können die Psalmen unter den Familienangehörigen für die Vorlesung aufgeteilt werden.
  • Sobald wir den Verstorbenen abgeholt und in unsere Räumlichkeiten überführt haben, werden wir die rituelle Waschung durch unser Personal vornehmen. Dabei verwenden wir traditionell ein Schwamm, Seife und warmes Wasser. Danach wird der Verstorbene in helle Kleidung gehüllt dabei sollte er unbedingt ein Kreuz um den Hals an seiner Brust tragen. Die helle Kleidung symbolisiert Licht und das Paradies, auch Jesus wurde nach seiner Auferstehung in weißem Gewand abgebildet und dient als Vorbild für diese Kleiderwahl.
  • Bevor wir mit der Einsargung beginnen, wird nach dem Ritus der Sarg und der Körper mit Weihwasser leicht bespritzt anschließend betten wir den Verstorbenen im Sarg ein.
  • Die Hände legen wir auf dem Körper in möglicher Kreuzform übereinander, dabei ist die rechte über der linken Hand platziert. In die Hände legen wir ein Kreuz, auf die Brust eine Ikone und auf die Stirn ein wenchik (Stirnband mit der Abbildung von Jesus)
  • Zum Schluss bedecken wir den Verstorbenen mit dem Totentuch.
  • Am Tag der Bestattung bringen wir den Verstorbenen zum Friedhof. Jedoch bevor der Sarg zum Fahrzeug gebracht wird, muss der Kanon zu der Trennung der Seele vom Körper gelesen werden was wir auch tun und erst dann bringen wir den Sarg zum Fahrzeug und machen uns auf den Weg zum Friedhof.
  • Auf vielen Friedhöfen können sich die Familienangehörige, Freunde und Kollegen am offenen Sarg ( nicht auf jedem Berliner Friedhof gestattet) verabschieden wo dann hinterher durch den Geistlichen die eigentliche Totenliturgie (otpevanie) beginnt. Der Sarg wird dabei so positioniert das der Blick des Verstorbenen Richtung Osten ist, während der Liturgie werden Kerzen in der Hand gehalten. Zum Abschluss wird das Absolutionsgebet (rasreschitelnaja molitva ) gelesen und den verstorbenen in den Sarg gelegt danach widmet sich der Pfarrer mit einer kurzen Rede an die Angehörigen, nach welcher sich alle von dem Verstorbenen verabschieden können. Dabei wird die Ikone und der wenchik auf der Stirn geküsst. Danach wird der Verstorbene mit dem Totentuch zugedeckt und der Sarg geschlossen. Die Sargträger tragen den Verstorbenen mit den Füssen zuerst aus der Kapelle raus und der Trauerzug begleitet den Verstorbenen auf seinem letzten Weg zu der Grabstelle. An der Grabstelle wird dann der Sarg abgesenkt, der Geistliche streut Erde mit einem Kurzem gebet wonach auch die Trauernden hintereinander die Erde in das Grab aus der bloßen Hand streuen.
  • Zum Schluss, wenn die Angehörigen den Friedhof verlassen wird das Grab durch die Friedhofsmitarbeiter geschlossen und ein orthodoxes Kreuz aufgestellt.

 

Wenn die Bestattung auf dem russisch-orthodoxen Friedhof in Tegel stattfindet, dann wird der Sarg ca. 2 Std. vorher schon in die Kirche gebracht wo dann in der Heiligen Stätte bis zu der Totenliturgie (otpewanie) Gebete für den Verstorbenen ertönen. Der restliche Ablauf ist gleich.

 

Nach der Bestattung

 

Nach dem Begräbnis fahren die Trauergäste entweder zu den Angehörigen oder in ein Restaurant/Kaffee zum Trauermal. Die Speisen sollen traditionsweise folgendes mit beinhalten.

  • Kutja
  • Bliny
  • Kisel/Kompott

 

Das Trauermal beginnt mit dem Gebet Vaterunser und Kreuzzeichen. Zu Beginn wird erst das Gericht Kutja, das ist eine Art Brei und beinhaltet entweder Weizen, Gerste oder Reis mit der Zugabe von Honig und Rosinen verspeist gefolgt von einer Suppe und Hauptgericht. Begleitet wird das mit Pfannkuchen und Kompott. Auf Alkohol sollte nach Möglichkeit verzichtet werden bzw. auf ein Minimum reduziert. Während des Essens werden schöne Erinnerungen an den Verstorbenen erzählt. Wenn das Trauermal sich dem Ende zuneigt und die Trauergäste sich verabschieden sollten sie den Angehörigen nochmals Ihr Mitgefühl Ausdrücken.

 

Kontakt

 

Pfarrer Sergij:

Wittestr. 37 in 13509 Berlin

Tel.: 030/ 4324012

 

Libitina Bestattungen

Lindauer Allee 49 in 13407 Berlin

Tel.: 030/ 41205230